Grillen mit Salzstein


#1

Ich habe Feuer gemacht!

Nun ich halte es wirklich nicht für eine Food-Neuheit aber ich wusste es nicht besser in die Kategorien einzuordnen.

Wir haben ja letzte Woche schon über den Salzstein gesprochen und ich habe ihn jetzt ausprobiert. Gegrillt wurde ein irisches Beefsteak. Grillen ist ja nun nichts anderes als garen über einem Feuer und Steine ins Feuer oder in die Glut legen das konnten auch schon die Neandertaler.

Und trotzdem kommen bei dieser urzeitlichen Garmethode immer wieder “neue Trends” auf.

Wie dem auch sei. Das Grillen mit dem Stein hat super funktioniert, ich habe mich nicht verletzt (ja auch das ist wichtig :joy:) und das allerwichtigste: das Fleisch war sehr lecker!


#2

Liebe Kristin!
Mich würden bei dieser Art des Grillens die folgenden Punkte interessieren:

  1. Muss man das Fleisch weniger würzen oder spielt der Salzstein keine Rolle in Bezug auf die Würze?
  2. Braucht das Fleisch zum Garen genau so lange wie sonst auch oder ändert sich die Garzeit?
  3. Ist das Fleisch bei dieser Methode zarter als ohne Stein?

LG, Gabi :blush:


#3

Nun die Steine werden hab jetzz offenbar zurück gerufen da es sich um ein Naturprodukt handelt in dem Lufteinschlüsse sein könnten die dazu führen können dass der Stein zerspringt.

Das ihnen das nicht vorher eingefallen ist? Zumal ja deshalb extra ganz genau beschrieben ist wie man den Stein langsam aufwärmen soll und nicht sofort in die volle Hitze legen soll.

Wer weiß wer sich da wieder beschwert hat.

Aber um deine Fragen zu beantworten:

  1. man muss das Fleisch gar nicht würzen. Das Grillgut nimmt etwas Salz aus dem Stein auf. Das funktioniert über Flüssigkeit. Je mehr Flüssigkeit desto mehr Salz. Aus diesem Grund sollte man kein mariniertes Fleisch auf den Stein legen sondern nur trockenes da sonst die Gefahr besteht es zu versalzen. Es ist deshalb auch wichtig dass der Steinbrück wirklich heiß ist wenn Mann mit dem Grillen anfängt. Dafür kann man wie auch in einer Pfanne ein paar Tropfen Wasser auf den Stein träufeln. Wenn diese wegzischen ist der Stein heiß.

  2. und 3. das garen funktioniert genauso als würde man eine Pfanne benutzen. Mein Fleisch war sehr dick und hat dementsprechend ein bisschen gedauert. Ehrlich gesagt war es auch das erste Mal, dass ich tatsächlich ein vernünftiges Stück Fleisch bekommen habe. Bei Steak bin ich sonst immer wahnsinnig geworden weil die nie zart waren. Dabei liegt es aber eben an fern Qualität des Fleisches.

Ich habe auch mal einen Lammrücken gemacht der einfach nicht weich wurde weil das gleich viel zu frisch war. Fleisch braucht einfach Zeit zum Reifen und noch wichtiger der Muskel braucht Zeit um sich aus der Totenstarre zu lösen. (Ja ich habe viele Gerichte erst hinbekommen nachdem ich die Biochemie und die Physiologie dahinter verstanden hatte :wink:)


#4

Vielen Dank für Deine Antworten liebe Kristin.

Das ist ja an sich wirklich eine tolle Sache. Ich hätte nicht gedacht, dass man gänzlich auf das Salzen verzichten kann.

Schade ist wieder einmal, dass offensichtlich die Qualitätskontrolle nicht funktioniert hat. :slightly_frowning_face: Garen auf einem Naturprodukt kann man garantiert im Vorfeld hinsichtlich möglicher Risiken testen …